Erneut Lidl-Protest in Mainz

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Aktivisten von Greenpeace Mainz/Wiesbaden haben am 19. August 2017 erneut vor der Lidl-Filiale in der Großen Bleiche in Mainz gegen Billigfleisch aus Massentierhaltung protestiert. Es war bereits der fünfte Protest vor einer Lidl-Filiale in Mainz nach früheren Aktion am 14. August, am 8. Juli, am 13. Mai und am 8. April 2017. Die ehrenamtlichen Greenpeace-Mitglieder zeigten unter anderem ein zwei mal vier Meter großes Banner mit der Aufschrift "Lidl lässt Schweine leiden!". Außerdem verteilten die Aktivistinnen und Aktivisten an Lidl-Kunden und Passanten Flugblätter.

Greenpeace will mit dieser und zahlreichen anderen Aktionen darauf aufmerksam machen, dass die Tierhaltung bei der Fleischproduktion in Deutschland nicht artgerecht ist. Greenpeace fordert von Lidl mehr Transparenz bei der Fleischproduktion: Auf Produkten soll gekennzeichnet werden, wie die Tiere gehalten wurden, von denen die jeweiligen Produkte stammen. Die Haltungsbedingungen sollen verbessert und der Einsatz von Antibiotika verringert werden. Regelmäßige Kontrollen sollen die Einhaltung der Tierschutzverordnung sicherstellen.

Greenpeace kritisierte bei der Aktion auch vermeintliche Tierschutzsiegel wie das der "Initiative Tierwohl". Die Haltungsbedingungen für die Mastschweine sind immer noch katastrophal: Schweinen werden die Schwänze abgeschnitten, Ferkel ohne Betäubung kastriert. Ein 50 Kilo schweres Mastschwein hat gerade mal 0,5 Quadratmeter zum Leben. Dabei schreibt das deutsche Tierschutzgesetz eine artgerechte Pflege und Unterbringung der Tiere vor.

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