Lidl-Protest in Wiesbaden

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Ehrenamtliche Mitglieder von Greenpeace Mainz/Wiesbaden haben am 28. Oktober 2017 erneut vor einer Lidl-Filiale gegen Billigfleisch aus Massentierhaltung protestiert. Diesmal suchten wir die Lidl-Filiale "An der Heilig" in Wiesbaden-Mainz-Kastel auf. Es war bereits der sechste Protest vor einer Lidl-Filiale in Mainz nach früheren Aktion am 19. August, am 14. August, am 8. Juli, am 13. Mai und am 8. April 2017.

Die Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten kennzeichneten Fleisch-Produkte der Lidl-Eigenmarke "Landjunker" mit Warnaufklebern, die auf Massentierhaltung hinweisen. Außerdem sprachen wir mit Kunden über das Problem, von denen sich viele für unsere Informationen interessierten. Der Filialleiter lehnte ein Gespräch ab und erteilte uns Hausverbot.

Die Aktion war Teil eines bundesweiten Aktionstages, mit dem Greenpeace darauf aufmerksam macht, dass die Tierhaltung bei der Fleischproduktion in Deutschland nicht artgerecht ist. Greenpeace fordert von Lidl mehr Transparenz bei der Fleischproduktion: Auf Produkten soll gekennzeichnet werden, wie die Tiere gehalten wurden, von denen die jeweiligen Produkte stammen. Die Haltungsbedingungen sollen verbessert und der Einsatz von Antibiotika verringert werden. Regelmäßige Kontrollen sollen die Einhaltung der Tierschutzverordnung sicherstellen.

Greenpeace kritisierte bei der Aktion auch vermeintliche Tierschutzsiegel wie das der "Initiative Tierwohl". Die Haltungsbedingungen für die Mastschweine sind immer noch katastrophal: Schweinen werden die Schwänze abgeschnitten, Ferkel ohne Betäubung kastriert. Ein 50 Kilo schweres Mastschwein hat gerade mal 0,5 Quadratmeter zum Leben. Dabei schreibt das deutsche Tierschutzgesetz eine artgerechte Pflege und Unterbringung der Tiere vor.

Weiterführende Links

Presseerklärung: Discounter wie Lidl täuschen Kunden über Qualität von Billigfleisch
Lidl hat die Wahl - Tierleid oder Verantwortung

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