Mahnwache zu Fukushima in Mainz

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Greenpeace und andere Organisationen haben am 11. März 2017 in Mainz mit einem Informationsstand und einer Mahnwache an den sechsten Jahrestag der Atomkatastrophe von Fukushima erinnert. Ab 12 Uhr mittags informierten ehrenamtliche Mitglieder von Greenpeace Mainz/Wiesbaden auf dem Gutenbergplatz über die Gefahren der Atomenergie. Außerdem sammelten wir Unterschriften für mehr Tempo beim Atomausstieg in Deutschland.

Ab 18 Uhr waren alle Interessierten eingeladen, auf dem Gutenbergplatz in Mainz an einer Mahnwache zum Gedenken an die Opfer der Atomkatastrophe von Fukushima teilzunehmen. Wer mochte konnte auch ein Windlicht mitbringen und Greenpeace so dabei unterstützen, ein leuchtendes Zeichen für den Atomausstieg zu setzen. Zu dem Informationsstand und der Mahnwache hatten neben Greenpeace Mainz/Wiesbaden auch die Bürgerinitiative Energiewende Mainz, die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) und die Ortsgruppe Mainz des BUND eingeladen.

Laut internationalen Studien sind durch die Atomkatastrophe von Fukushima etwa 130 krebsbedingte Todesfälle und rund 180 krebsbedingte Erkrankungen aufgetreten. Im Umkreis der Atomkraftwerke mussten 160.000 Menschen ihre Heimat verlassen, wobei an den Folgen dieser Evakuierung bis zu 600 weitere Menschen verstarben. Für die kommenden Jahrzehnte sind als Spätfolgen der Katastrophe weitere Todesfälle und Erkrankungen zu erwarten.

Die finanzielle Belastung für die japanischen Gesellschaft werden bislang auf umgerechnet 150 bis 190 Milliarden Euro geschätzt, von denen der AKW-Betreiber Tepco nur einen Bruchteil übernehmen musste. Für die kommenden Jahrzehnte werden weitere erhebliche Kosten erwartet, deren Höhe sich nicht abschätzen lässt.

Weiterführende Links

Presseerklärung: Mahnwache zum Fukushima-Gedenktag
Greenpeace-Dossier: Japan nach dem Super-GAU
Japans Atomkrise: Fukushima Daiichi Statusreport