Neuer Protest bei Lidl in Mainz

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Ehrenamtliche Mitglieder von Greenpeace Mainz/Wiesbaden haben am 8. Juli 2017 in der Großen Bleiche in Mainz erneut vor der Lidl-Filiale gegen Billigfleisch aus Massentierhaltung protestiert. Die Aktivistinnen und Aktivisten zeigten unter anderem zwei mal vier Meter großes Banner mit der Aufschrift "Lidl lässt Schweine leiden". Anlass ist die nicht artgerechte Tierhaltung in der Fleischproduktion in Deutschland. Es war bereits der dritte Protest bei Lidl in Mainz nach früheren Aktion am 13. Mai und am 8. April 2017.

Greenpeace fordert Lidl zu mehr Transparenz bei der Fleischproduktion und zu artgerechterer Tierhaltung auf: Auf Produkten soll gekennzeichnet werden, wie die Tiere gehalten wurden, von denen die jeweiligen Produkte stammen. Die Haltungsbedingungen sollen verbessert und sowie der Einsatz von Antibiotika verringert werden. Regelmäßige Kontrollen sollen die Einhaltung der Tierschutzverordnung sicherstellen.

Greenpeace kritisieete bei der Aktion auch vermeintliche Tierschutzsiegel wie das der "Initiative Tierwohl". Die Haltungsbedingungen für die Mastschweine sind immer noch katastrophal: Schweinen werden die Schwänze abgeschnitten, Ferkel ohne Betäubung kastriert. Ein 50 Kilo schweres Mastschwein hat gerade mal 0,5 Quadratmeter zum Leben. Dabei schreibt das deutsche Tierschutzgesetz eine artgerechte Pflege und Unterbringung der Tiere vor.

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