Stand gegen Stickoxide in Mainz

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Greenpeace Mainz/Wiesbaden hat am 4. März 2017 auf dem Gutenbergplatz in Mainz über zu hohe Stickoxid-Werte (NOx) in der Atemluft informiert.

In Mainz (wie übrigens auch in Wiesbaden) werden die EU-Jahresgrenzwerte von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft seit Jahren überschritten, ohne dass etwas dagegen unternommen wird. Die ehrenamtlichen Greenpeace-Aktivisten hatten an ihrem Informationsstand unter anderem Banner mit den Aufschriften "Diesel macht krank" und "Leise dieselt das NOx" angebracht.

Der Zulauf an unserem Infostand war zeitweise sehr groß. Zahlreiche Menschen informierten sich bei Greenpeace, welche Gefahren durch zu hohe Stickoxid-(NOx)-Werte in der Atemluft entstehen. Stickoxide schädigen die Atemwege – vor allem bei Kindern – und erhöhen das Herzinfarktrisiko.

Größte Stickoxid-(NOx-)Quelle sind Dieselfahrzeuge

Die größte Stickoxid-Quelle sind die Auspuffe von Dieselfahrzeugen. Aus ihnen stammen gut zwei Drittel der verkehrsbedingten NOx-Abgase. Das Problem ist der Bundesregierung und Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) seit Jahren bekannt, trotzdem unternehmen sie nichts. Im Gegenteil: Die Bundesregierung subventioniert sogar Dieselfahrzeuge mit sieben Milliarden Euro jährlich über die niedrig gehaltenen Dieselpreise. Dieses Geld fehlt an anderer Stelle und könnte besser in zukunftsfähige Verkehrskonzepte investiert werden.

Greenpeace fordert deshalb unter anderem...

  • besonders dreckige Dieselfahrzeuge aus den Städten zu verbannen,
  • grundsätzlich mehr autofreie Zonen in den Städten einzurichten,
  • Vorfahrt für Fußgänger und Radfahrer zu schaffen und
  • einen kostenlosen öffentlichen Personennahverkehr anzubieten.

Das Greenpeace-Konzept mit zehn Maßnahmen für eine gesunde Mobilität in Deutschlands Stadtzentren finden Sie unten zum Herunterladen.

Weiterführende Links

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