Aktion zum Wiesbadener Ostfeld

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Umweltgruppen aus Mainz und Wiesbaden haben mit einer Raddemo und einer Kundgebung die Bürgerinitiative „Hände weg von Os/Ka“ unterstützt, die gegen die geplante Bebauung des Ostfeldes in Wiesbaden eintritt. Beteilgt waren Greenpeace Mainz-Wiesbaden, Workers for Future, Extinction Rebellion, Fridays for Future sowie MainzZero vom Mainzer Klimaentscheid.

Julie Fischer von Greenpeace Mainz-Wiesbaden auf der Kundgebung.  „Wir brauchen in den Bereichen Quartiersplanung und Stadtplanung, Energie, Mobilitätswende und Konsumverhalten ein Umdenken und Umhandeln“. Das große Gebiet Ostfeld ist ein Kaltluftentstehungsgebiet für Wiesbaden und Mainz. Auf den Ackerflächen des Ostfelds entsteht Kaltluft, die die beiden Städte in den immer heißer werdenden Sommern dringend benötigen. Dies belegt die Klimpraxstudie für Wiesbaden und Mainz. Auf dem jetzt freien Ostfeld kühlt die Luft schneller ab. Auf diesen Kaltluftentstehungsflächen besteht eine Temperaturdifferenz, dadurch entsteht lokaler Wind. Unabhängig von der Großwetterlage. Wind entsteht also lokal durch die Temperaturdifferenzen, umso größer ist die Chance, dass so die Umgebung kühl wird und dies den Städten bei extremer Hitze hilft.

Julie Fischer: "Das Szenario 'neuer Stadtteil Ostfeld' würde genau das Gegenteil bewirken. Nicht nur die Städte Wiesbaden und Mainz wären dann aufgeheizter, sondern das Quartier Ostfeld selbst. Kaltluftgebiete müssen erhalten bleiben bzw. müssen gefördert werden." Und sie weist darauf hin: "Wiesbaden hat alternative Standorte für klimaneutrale Quartiere, und zwar zum Beispiel zwischen Hagenauer Straße / Alte Schmelze bis zum Rhein runter. Dort sind bestehende Gebiete, die schon erschlossen sind."

Zum YouTube-Video der Rede von Julie Fischer.

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