Aktiv im Danni

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Einige Aktive der Greenpeacegruppe Mainz-Wiesbaden beteiligen sich im Dannenröder Forst an den Aktionen gegen die Abholzung des alten Mischwaldes. Große Teile des Waldes sollen der Autobahn A 49 geopfert werden. Die Autobahn soll Kassel mit Gießen verbinden. Der Wald wurde von Aktivisten der Umweltbewegung besetzt und es sind eine Vielzahl von Baumhäusern und Einrichtungen zur Waldverteidigung aufgebaut worden. Seit einigen Tagen hat die Polizei mit Aktionen begonnen, den Weg für die Fällarbeiten frei zu räumen. Die Besatzer wehren sich gewaltfrei und verzögern so den Fortschritt der Fällarbeiten erheblich. Die Greenpeaceaktiven aus Mainz und Wiesbaden nahmen auch an der - vor allem von Anwohnern besuchten - Demomstration in Maulbach teil.

Letzte Woche hatten Vertreter vom Greenpeace, dem BUND und von campact in Wiesbaden dem Hessichen Verkehrs- und Wirtschaftsminister Tarek Al Wazir (Grüne) 225 000 Unterschriften überreicht, in denen der Stopp des Ausbaus der Autobahn gefordert wurde, der angesichts des Klimawandels vollkommen aus der Zeit fällt. Im Zusammenhang mit dem Autobahnbau ist auch ein großes Wasserschutzgebiet und Trinkwasserreservoir betroffen. Im Planfeststellungsbeschluss zum Ausbau der A49 wurden weitere Gutachten zu diesem Wasserschutzgebiet und Trinkwasserreservoir eingefordert, die bisher nicht vorliegen. Die hessische Landesregierung hätte also die Möglichkeit, den weiteren Ausbaub zu stoppen, falls sie es denn politisch wollte. Dies belegt ein Rechtsgutachten von Greenpeace.

 

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