Demo für mehr Lebensraum

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„Städte für Menschen, nicht für Autos!“

Wiesbaden, 25.08.2018 - Ehrenamtliche von Greenpeace Mainz/Wiesbaden machten am Samstag mit einer kreativen Aktion auf den enormen Flächenbedarf von PKW aufmerksam. Dazu trugen sie erstmals in Wiesbaden bis zu dreizehn selbst gebastelte, so genannte „Gehzeuge“ durch die Stadt: Ein Rahmen in der Größe eines Mittelklassewagens, der von einer in der Mitte befindlichen Person getragen werden kann. Die Umweltschützer liefen ab 11 Uhr vom Hauptbahnhof Wiesbaden durch die Fußgängerzone und wieder zurück zum Hauptbahnhof. Unterstützt wurden sie dabei unter anderem von der Verkehrswende Wiesbaden, der Radbotschaft und anderen Greenpeace-Ortsgruppen.


Mit „Gehzeug-Aktionen“ wird inzwischen in vielen Städten der Welt auf den Verlust des öffentlichen Raums für die Bewohner und Bewohnerinnen aufmerksam gemacht. Jens Hack, Mitorganisator der Veranstaltung, begründet die Aktion: „Die Demonstration richtet sich nicht gegen Autofahrer, sondern gegen eine Verkehrspolitik, die Menschen zwingt, das Auto benutzen zu müssen, etwa weil kaum Busse fahren, man sich auf Rädern gefährdet fühlt oder der öffentliche Verkehr zu teuer ist. Wir möchten das Nachdenken über eine faire Verkehrspolitik anregen. Das heißt, dass alle TeilnehmerInnen (FußgeherInnen, RadfahrerInnen, AutofahrerInnen,…) gleich behandelt und berücksichtigt werden.“


Bei den meisten Fahrten in der Stadt werden nur Strecken bis 5 km zurückgelegt. Würden zwei Drittel der Autofahrer für diese Strecken auf ÖPNV und Fahrrad umsteigen, hätten wir auch zu Hauptverkehrszeiten flüssigen Verkehr. Dazu muss der Autoverkehr in der Altstadt reduziert und das Radverkehrswege- und ÖPNV-Angebot erweitert werden. Um die Mobilitätsbedürfnisse der Wiesbadener zu befriedigen, muss Car-Sharing und Bike-Sharing gefördert und das Radwegenetz ausgebaut werden.

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