#EntrüstungJetzt

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Am 02. und 03. Juli legte das Greenpeace-Schiff Beluga II in Mainz an, um auf Waffenexporte deutscher Rüstungskonzerne hinzuweisen. In einer Ausstellung mit Fotos des prämierten Fotografen Nikita Teryosin aus seinem Langzeitprojekt „Nothing Personal – The Back Office of War“ über weltweite Waffenmessen, wurde der geschäftliche Beginn des tötlichen Kriegskreislaufes eindrucksvoll sichtbar gemacht.

Deutschland ist der viertgrößte Waffenexporteur weltweit. Im Jahr 2020 exportierten deutsche Rüstungsunternehmen Waffen im Wert von 5,82 Milliarden Euro, davon ging mehr als die Hälfte an Drittstaaten. Das sind Länder, die weder Teil der EU-, der Nato oder Nato-gleichgestellt sind. Deutsche Waffen landen dabei in den Händen von Diktatoren und lösen großes Leid in Krisen- und Kriegsgebieten aus. Diese blutigen Exporte made in Germany müssen aufhören! #EntrüstungJetzt, forderten die Greenpeace-Aktiven in Mainz und sammelten Unterschriften für ein Petition zu einem Rüstungsexport-Kontrollgesetz.

Die Gesetze und Leitlinien, die den Export deutscher Rüstungsgüter regulieren, sind lasch und lückenhaft. Deutsche Waffen töten weltweit. Deshalb fordert Greenpeace die Kanzlerkandidat:innen der Grünen, der CDU/CSU und der SPD auf, ein striktes Rüstungsexport-Kontrollgesetz zu einem Grundbestandteil des Koalitionsvertrags nach der Bundestagswahl zu machen. Das Gesetz muss Waffenexporte an Staaten außerhalb von EU- und EU-gleichgestellten Staaten unterbinden.

An den zwei Tagen unterschrieben viele Mainzer die Petition. Die Petition kann hier auch direkt online unterschrieben werden: Zur Petition zum Rüstungsexport-Kontrollgesetz.

Sehr großes Interesse hatten die Mainzer auch an dem Greenpeaceschiff Beluga II. Sie nutzen die Möglichkeit an den Führungen durch das Schiff, das Aktions- und Studienschiff kennen zu lernen und mehr über die Fotoausstellung zu erfahren.

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