EZB torpediert Klimaschutz

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Mit Motorgleitschirmen haben Greenpeace-Aktivisten in Frankfurt gegen die Unterstützung von Klima-Killern durch die Europäischen Zentralbank (EZB) protestiert. Zwei Gleitschirmflieger landeten auf einem Dach des EZB-Gebäudes, wo sie ein zwölf Meter langes Banner entrollten: «Stop funding Climate Killers». Ein weiterer Gleitschirm-Aktivist umfolg das Gebäude mit einem Flugbanner: "Act on Climate now!". Auf Youtube findet sich ein Video der Aktion.

Mauricio Vargas, Finanzexperte von Greenpeace, erklärt die Aktion: "Die EZB untergräbt den Klimaschutz systematisch. Das untermauert eine Studie von Greenpeace und mehrerer englischer Universitäten. Mit der Aktion fordern wir eine andere, grüne Geldpolitik."

Die Greenpeace-Studie belegt, dass weit mehr als die Hälfte der von der Europäischen Zentralbank (EZB) erworbenen Unternehmensanleihen (63 Prozent) aus wenigen Sektoren stammnen, die mit ihrem CO2-Ausstoß massiv zur Klimakrise beitragen. Die EZB bewirkt mit diesen Anleihekäufen eine systematische Fehlbewertung der Anleihen an den Kapitalmärkten. Damit setzt die EZB die falschen Anreize und begünstigt die Klimasünder.

Zum Text der Studie (englisch).

Kurzfassung der Studie in Deutsch.

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