Protest gegen NOx in Wiesbaden

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Greenpeace Mainz/Wiesbaden hat am Abend des 15. Dezembers 2016 vor dem Hauptbahnhof in Wiesbaden gegen zu hohe Stickoxid-Werte (NOx) in der Luft protestiert. Auf dem Bahnhofsvorplatz ist eine offizielle Messstation für Stickoxide installiert, bei der die Grenzwerte seit Jahren überschritten werden, ohne dass etwas dagegen unternommen wird. Die ehrenamtlichen Greenpeace-Aktivisten trugen Banner mit den Aufschriften "Diesel macht krank" und "Leise dieselt das NOx".

Die größte Stickoxid-Quelle sind die Auspuffe von Dieselfahrzeugen. Aus ihnen stammen gut zwei Drittel der verkehrsbedingten NOx-Abgase. In Deutschland zeigt jede zweite innerstädtische Messstation Stickoxid-Werte an, die über dem geltenden EU-Jahresgrenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft liegen. Stickoxide schädigen die Atemwege – vor allem bei Kindern – und erhöhen das Herzinfarktrisiko.

Das Problem ist der Bundesregierung und Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) seit Jahren bekannt, trotzdem unternehmen sie nichts. Im Gegenteil: Die Bundesregierung subventioniert sogar Dieselfahrzeuge mit sieben Milliarden Euro jährlich über die niedrig gehaltenen Dieselpreise. Dieses Geld fehlt an anderer Stelle und könnte besser in zukunftsfähige Verkehrskonzepte investiert werden.

Weiterführende Links

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