Shell-Protest in Mainz-Kastel

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Aktivisten von Greenpeace Mainz/Wiesbaden haben am 17. Juni 2015 vor einer Tankstelle des Erdöl-Konzerns Shell in Wiesbaden Mainz-Kastel für den Schutz der Arktis demonstriert. Shell plant in der Arktis riskante Bohrungen nach Erdöl, die nicht nur die einzigartige arktische Natur gefährden, sondern auch den Klimawandel weiter anheizen.

Shell ist zurzeit dabei, unter weltweiten Protesten seine Erdöl-Bohrinsel "Polar Pioneer" von Seattle aus in arktische Gewässer vor Alaska zu bringen. Die Plattform könnte dort schon in wenigen Wochen nach Öl bohren - mit unabsehbaren Folgen für die Umwelt. Greenpeace fordert, in der Arktis auf alle Erdöl-Bohrungen zu verzichten und dort ein Schutzgebiet einzurichten.

Drohungen des Tankwarts

Unsere Aktion vor der Shell-Tankstelle wurde (wie schon vor 30 Jahren während des Brent-Spar-Konflikt mit Shell) von vielen Passanten und auch Autofahrern begrüßt. Die Bürger haben Flugblätter entgegengenommen - und einige Autofahrer haben sich sogar spontan entschlossen, nicht bei Shell zu tanken. Der Tankwart hat auf unsere Aktion leider mit Drohungen reagiert. Unsere (übrigens beim Ordnungamt angemeldete) Aktion sei geschäftsschädigend und rechtswidrig. Die gerufene Polizei hatte gegen unseren Protest dagegen keine Einwände.

Wie schon vor 30 Jahren beim Brent-Spar-Konflikt scheint Shell jetzt wieder die gleiche Taktik zu verfolgen: Zuerst ignorieren sie uns, dann lachen sie über uns, jetzt drohen sie uns - und zuletzt lenken sie ein! ;o)

Weiterführende Links

Shell-Bohrinsel auf dem Weg in die Arktis – Proteste auch in Deutschland

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