Stadtwette zum Stadtradeln

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Klimaschutz, Verbesserung der Luftqualität, Stressabbau und sportliche Betätigung. Es gibt genug gute und wichtige Gründe vom Auto aufs Fahrrad umzusteigen. Vom 1. Mai - 21. Mai 2021 findet das alljährliche Stadtradeln in Mainz statt. Um Bürger*innen zusätzlich zum Radfahren zu motivieren, fordert das neugegründete Mainzer Radfahrforum - Greenpeace Mainz-Wiesbaden ist eines der Gründungsmitglieder - die Stadt Mainz zu einer Stadtwette heraus.

Die Wette lautet:
Sollten die Radfahrer*innen in der Zeit des Stadtradeln bestimmte Kilometerzahlen erreichen, treten Maßnahmen zugunsten des Radverkehrs in Kraft.

Die Wetteinsätze sind folgende:

  • Ab 400.000 erradelten Kilometern stellt die Stadt Mainz 3 Reparaturstationen an frequentierten Zielen auf
  • Ab 415.000 km wird die Stadt Mainz zusätzlich zu den geplanten 425 Radabstellplätzen weitere 100 zusätzliche aufstellen
  • Werden 430.000 km zurückgelegt, wird die Stadt die Rheinachse zwischen Dagobertstraße und Rathaus an einem Sonntag für einen „Sunday-Parking-Day“ komplett sperren.
  • Wird die mainztypische Zahl von 444.444 km erreicht, wird die Stadt Mainz ein Straßenfest „Am Graben“ als Aktion zur Stärkung des Radverkehrs organisieren.

Das Mainzer Radfahrforum fordert alle Mainzer*innen auf, sich an der Wette zu beteiligen.

Zum Stadtradeln anmelden können sich Mainzer Bürger*innen, Schüler*innen, Studenten*innen, erwerbstätige Bevölkerung, die in Mainz wohnen und arbeiten, aber auch Vereinsmitglieder aus dem Umland, wenn der Verein hier in Mainz im Vereinsregister eingetragen ist.

Sie alle können wie folgt an der Stadtwette teilnehmen:

  1. Über https://www.stadtradeln.de/mainz/ können Teilnehmer*innen ihre gefahrenen Strecken selbstständig eintragen. Eine Registrierung ist dafür notwendig. Damit die gefahrenen Kilometer in die Stadtwette einfließen, muss bei der Abfrage nach der Kommune „Mainz“ angegeben werden.
  2. Zur obigen Webseite ist die Stadtradeln-App fürs Smartphone zugehörig. Mittels GPS-Tracking können die gefahrenen Strecken in Echtzeit aufgenommen werden. Wegen einiger technischer Mängel im letzten Jahr wird die Nutzung nur bedingt empfohlen.
  3. Eine Alternative bietet die neue Bike Citizens Fahrrad-App. Auch hier ist eine Registrierung notwendig. Über GPS-Tracking werden die gefahrenen Kilometer in Echtzeit ermittelt
  4. Wer besonderen Wert auf Datenschutz legt, kann alternativ Emails mit den gefahrenen Strecken an das Fahrradbüro der Stadt Mainz mainz@stadtradeln.de versenden.
  5.  Auch per Post können die Strecken an folgende Adresse übermittelt werden: Landeshauptstadt Mainz - Radfahrbeauftrage, Postfach 3820, 55028 Mainz

„Wir möchten mit der Stadtwette unsere Mitbürger*innen motivieren, ihre alltäglichen Erledigungen mal alternativ mit dem Rad zu unternehmen und so erste oder weitere Schritte in der eigenen Mobilitätswende zu gehen“, erläutert Dr. Marcel Weloe vom BUND Mainz. „Gerade innerhalb von Mainz sind viele Strecken, egal ob zur Schule, Universität oder zur Arbeit mit dem Rad in kürzester Zeit erreichbar. Durch das kostenlose Ausleihen von Lastenrädern mittels der Plattform „ELMa“ können selbst Einkäufe mit dem Rad getestet werden“.
"Das Fahrrad ist das umweltfreundlichste Verkehrsmittel und ein wichtiger Beitrag für die ökologische Verkehrswende, die wir dringend benötigen zum Erreichen der Klimaziele. Darüber hinaus macht es auch einfach Spaß sich den Wind um die Nase wehen zu lassen und entspannt am Stau vorbeizuradeln", ergänzt Carola Kühne vom NABU Mainz und Umgebung.
Wie jedes Jahr bietet der ADFC Mainz-Bingen, dieses Jahr mit Unterstützung des Mainzer Radfahrforums, eine Vielzahl von Fahrradtouren an. „Coronabedingt ist eine Tourengruppe sowie eine Teamleitung aktuell leider nicht möglich. Für etliche Tourenangebote stehen jedoch auf der Internet-Seite des ADFC Mainz-Bingen ausführliche Tourenbeschreibungen zum Selberradeln, www.adfc-mainz.de, Bereich Termine, so Amelie Döres, stellv. Vorsitzende.“
Neben der Stadtwette erhofft sich das Mainzer Radfahrforum, dass die Stadt Mainz in den kommenden Monaten viele weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Radinfrastruktur beschließt und durchführt. „Zusammenhängende und weitgehend autofreie Stadtteilachsen wie der Grüngürtel, in denen sich insbesondere Kinder und ältere Menschen komfortabel und sicher mit dem Rad durch die Stadt bewegen können, wären wichtige erste Schritte“, fordert Oleg Cernavin von Greenpeace Mainz-Wiesbaden. Eine sichere und radtechnisch gute Infrastruktur ist die beste Investition in den Klimaschutz, so sein Fazit.

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