Presseerklärung: Greenpeace: Anbauverbot von Gen-Pflanzen in Bayern nutzlos

Zulassungstopp muss auf europäischer Ebene erfolgen

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Landwirtschaft

Mainz, 15. März 2014 – Gegen den Anbau von Gen-Pflanzen in Deutschland protestierten Greenpeace-Aktivisten am 15. März 2014 in Mainz in der Seppel-Glückert-Passage/Ecke Betzelstraße mit einem Infostand.
Die CSU will in Bayern ein Anbauverbot von gentechnisch veränderten Pflanzen erreichen. Das allein ist jedoch nutzlos. Denn durch Pollenflug verbreiten sich diese auch über Grenzen hinweg und somit auch in Bayern.
Derzeit läuft auf europäischer Ebene ein Zulassungsverfahren für die gentechnisch veränderte Maissorte 1507.
Von gentechnisch veränderten Pflanzen gehen viele Gefahren aus. So steigt mittelfristig der Einsatz von Pestiziden, obwohl gerade das verhindert werden soll. Der Mais produziert ein Gift, um Schädlinge abzutöten. Doch nach wenigen Jahren können sich sich Resistenzen bilden. Die Folge: Landwirte müssen vermehrt Pestizide einsetzen. Zudem greift das Gift des Maises nicht nur die Schädlinge an, auch andere Insekten wie Bienen und Schmetterlinge.
Große Koalition muss Konsequenzen aus ihren Worten ziehen
Im Koalitionsvertrag erkennen die Regierungsparteien "die Vorbehalte des Großteils der Bevölkerung gegenüber der grünen Gentechnik an." Nach einer repräsentativen Umfrage im Auftrag von Greenpeace sind 88 Prozent der Befragten gegen den Anbau von Gen-Pflanzen in Deutschland und die Zulassung für "1507". Sollte der Gen-Mais für den Anbau zugelassen werden erwarten 73 Prozent vom Bundeslandwirtschaftsminister den Anbau in der Bundesrepublik zu verbieten. "Der sicherste Weg, den Anbau des Gen-Maises zu verhindern wäre, ihn gar nicht erst zuzulassen. Wir erwarten, dass Minister Schmidt sich für einen Stopp des Zulassungsverfahrens einsetzt und rechtliche Schritte gegen den Gen-Mais prüft und einleitet", so Eva Walter von Greenpeace Mainz/Wiesbaden.