Presseerklärung: Greenpeace informiert in Wiesbaden und in Mainz über den Schutz der Arktis

Themengebiet:
Artenvielfalt

Greenpeace Mainz/Wiesbaden ist am Freitag, den 6. November und am Samstag, den 7. November 2015 mit Eisbär-Kostüm Paula in Wiesbaden und Mainz unterwegs, um Passanten über die Bedeutung der Arktis zu informieren. Zudem kann eine Petition für ein Schutzgebiet in der Arktis unterzeichnet werden. Paula ist am 6. November in Wiesbaden am Dern'schen Gelände und am 7. November in Mainz an der Römerpassage jeweils von 11 bis 17 Uhr zu finden. Sie sind herzlich eingeladen uns zu besuchen!

Shells Rückzug aus der Arktis ist ein enorm wichtiger Schritt. Zudem hat die US-Regierung am 16. Oktober bekannt gegeben, dass die für nächstes Jahr geplante Vergabe von neuen Lizenzen für Ölbohrungen abgesagt werden. Außerdem werden sie den Anträgen von Shell und Statoil, ihre bestehenden Lizenzen zu verlängern, nicht stattgeben. Jetzt geht es darum, dass in der Hohen Arktis rund um den Nordpol ein Schutzgebiet entsteht, das die industrielle Nutzung der Arktis auch künftig verhindert.

Die Arktis ist durch den Klimawandel in Gefahr, das Abschmelzen des Eises und die dadurch frei gewordenen Gebiete wollen Konzerne nun dafür nutzen, nach Öl zu bohren. "Wir setzen uns dafür ein, dass die Arktis weiterhin besteht, denn sie ist wichtig für uns, für viele Lebewesen", so Philipp Hühn von Greenpeace Mainz/Wiesbaden. "Wenn wir sie verwirken, verlieren wir damit einen der kostbarsten Lebensräume unserer Erde. Deshalb fordern wir ein Schutzgebiet in der Arktis."

Für Eisbären wie Paula drängt die Zeit: Das Verschwinden der arktischen Meereisdecke erschwert für sie die Nahrungssuche und ermöglicht es Ölkonzernen in bisher unberührten Gebieten nach Öl und Gas zu bohren. Auch die Fischereiindustrie will neue Fanggründe in der Arktis erschließen. Zuvor nur wenige Wochen im Jahr nutzbare Wasserstraßen werden das ganze Jahr über befahrbar. Der Lebensraum vieler Tiere wird gestört und das Risiko bedrohlicher Unfälle erhöht sich. "Die Arktis als eine der letzten intakten Naturregionen der Erde muss dauerhaft vor Ausbeutung durch die Industrie geschützt werden", so Bellinda Bartolucci. "Die Arktis braucht ein Schutzgebiet, je mehr Menschen als Arktisschützer aktiv werden, desto größer wird der Druck auf die Politik, zu handeln."