Presseerklärung: Mahnwache zum Fukushima-Gedenktag

Umweltschützer gedenken der Opfer und setzen ein Zeichen für den Atomausstieg

Themengebiet:
Energiewende

Zum sechsten Jahrestag der Atomkatastrophe in Fukushima veranstalten mehrere Umweltorganisationen am Samstag, den 11. März 2017 eine Mahnwache zum Gedenken an die Opfer und als Mahnung für die Politik in Deutschland. An der Mahnwache beteiligen sich Greenpeace Mainz/Wiesbaden, die Bürgerinitiative Energiewende Mainz, die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) und die Ortsgruppe Mainz des BUND. Beginn ist um 18 Uhr auf dem Gutenbergplatz in Mainz, wo mit Windlichtern ein leuchtendes Atom-Zeichen zur Mahnung geformt werden soll. Interessierte sind herzlich eingeladen, ebenfalls an der Mahnwache teilzunehmen und ein Windlicht mitzubringen, um die Organisationen dabei zu unterstützen, ein Zeichen für den Atomausstieg zu setzen.

Ab Mittag gibt es Informationen zu Atomkraft und Atomausstieg

Bereits ab 12 Uhr am Samstagmittag informieren die Umweltorganisationen auf dem Gutenbergplatz Passanten und Interessierte zu dem Thema Atomkraft. Auch werden Unterschriften zu einem schnelleren Atomausstieg in Deutschland gesammelt. „Es ist nicht nur wichtig, die Menschen zu informieren, sondern auch die Politik dazu zu bewegen, endlich zu handeln“, sagt Viktoria Däuwel, Pressesprecherin von Greenpeace Mainz/Wiesbaden.

Noch immer kämpft Fukushima mit den Folgen der Atomkatastrophe

Sechs Jahre nach dem Atomunfall im japanischen Fukushima sind die Folgen und wirtschaftlichen Schäden immer noch nicht absehbar. Die Atomkatastrophe dauert bis heute an, mit gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen von immensem Ausmaß. Hunderttausende Menschen mussten ihre Heimat verlassen, viele leben heute noch in Notunterkünften. Aufgrund der Strahlenbelastung ist mit zehntausenden zusätzlichen Krebserkrankungen sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu rechnen. Zur gleichen Zeit sind in Deutschland immer noch acht Atomkraftwerke in Betrieb. Die ständige Gefahr eines GAU besteht auch hierzulande und wird mit steigendem Alter der Anlagen immer höher. Greenpeace Mainz/Wiesbaden fordert daher einen raschen Atomausstieg auch in Deutschland und eine Umstellung auf 100 Prozent erneuerbare Energien.